Diakonissen-Krankenhaus Linz

TCM diskutieren – ganz ohne Fachchinesisch
2. Med Brunch zum Thema Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)

Gesundheits- und Medizinthemen aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten, kontroverse Referenten auf eine Bühne zu bringen, humorvolle Informationen und das in entspannter Clubatmosphäre an einem Samstagmorgen. Das ist die Idee des Med Brunchs im Diakonissen-Krankenhaus Linz.

Im bis auf den letzten Platz gefüllten Festsaal diskutierten der Chinese Herr Prof. Dr. An Fu Chen (wissenschaftlicher Mitarbeiter im Diakonissen-Krankenhaus Linz und Lehrender am Institut für Chinesische Medizin an der Donau-Universität in Krems) sowie der Wiener Orthopäde Dr. Rainer Kluger (Präsident der Österreichischen Wissenschaftlichen Ärztegesellschaft für Akupunktur) als auch Frau Shi Chun Wen (Spezialistin in chinesischer Ernährungslehre und mehrfache Buchautorin) zum Thema „Traditionelle chinesische Medizin – Gegensatz oder sinnvolle Ergänzung der modernen Medizin?“. Schnell war klar, dass sich die Gegensätze nur mehr in kulturellen und gesellschaftlichen Strukturen finden. Denn in der Heilkunde hat sich ein allgegenwärtiges Miteinander der westlichen Schulmedizin und der Traditionellen Chinesischen Medizin sowohl in Österreich als auch in China etabliert.

    
   lnr.: Krankenhaus Direktor Prim. Dr. Josef F. Macher
   mit den Referenten Dr. Kluger, Prof. Dr. Chen,
   Frau Wen und Moderator Wolfgang Winkler
   Bildquelle: Schenk / cityfoto

Provokante Gemüter behaupten jedoch: Erst, wenn etwas messbar ist, glauben wir es. Und ergänzen, dass der gesteigerte Stellenwert der TCM vor allem erst darauf zurückzuführen ist, dass das Funktionieren der Chinesischen Heilmethoden durch wissenschaftliche Forschung und Studien im Westen belegt wurde. Glauben kann man, was man will, Fakt ist: TCM wirkt. Beispielsweise hat die Österreichische Kopfschmerzgesellschaft Akupunktur als Therapie der ersten Wahl bei Spannungskopfschmerz angeführt. Von Seiten der chinesischen Ernährungslehre sieht Frau Wen ein großes Entwicklungspotential und empfahl dem interessierten Publikum bei bestimmten Leiden auch schon mal eine Radieschensuppe zum Frühstück. Für die empathische Buchautorin gibt es keine „gesunde“ und „ungesunde“ sondern nur eine „passende“ und „unpassende“ Ernährung, was in Hinblick auf die empfohlene Frühstückssuppe auch für eine humorvolle Einlage sorgte.

Mit gekonnter Leichtigkeit, Fachkenntnis und Humor führte Wolfgang Winkler, Vorstandsdirektor und künstlerischer Leiter der LIVA durch den kurzweiligen Vormittag während sich die 150 Gäste ein sagenhaftes Gesundheitsfrühstück schmecken ließen.